Strom aus der Wüste
Dienstag, 2. November 2010 23:10
Die Vereinigten Staaten gelten hierzulande als Klimasünder und als Blockierer, wenn es darum geht, globale Vereinbarungen zu treffen, um den mensch-gemachten Klimawandel aufzuhalten, bzw., ihn überhaupt erst einmal zu akzeptieren.
Nun starten die Amerikaner in der Mojawe-Wüste (Kalifornien, Ka) das weltweit größte Projekt in Sachen Solarenergie.
Vor vier Tagen wurde der Grundstein für die erste Anlage gelegt. (Insgesamt sind sechs geplant). Nahe Ivanpah entsteht ein 370 Megawatt (MW) starkes Großkraftwerk, dessen Bau rund 1000 Menschen Arbeit verschaffen wird.
Das zweite Projekt, Baubeginn noch dieses Jahr, soll 1000 MW liefern, und stößt damit schon in den Leistungsbereich von Atommeilern vor. In der Nähe von Blythe (Ka) steht eine Fläche von 4000 Fußballfeldern zur Verfügung, um das größte Solarthermie-Kraftwerk der Welt zu bauen. Solarthermie hat mit den Solarzellen, wie man sie auf deutschen Dächern findet, nichts zu tun, sondern es wird hier mit Parabolspiegeln Wasser erhitzt, dessen Dampf dann Turbinen antreibt, die Strom liefern.
Federführend beim Bau ist die Erlanger Firma Solar Millenium, die auch schon Projekte in Spanien realisiert hat. Kosten wird die ganze Sache sechs Milliarden (Mrd.) Dollar und ab 2013 350 000 bis 700 000 Haushalte mit Strom versorgen.
Unterstützt wird dieses Projekt auch durch großzügige Bereitstellung von Krediten aus dem US-Konjunkturprogramm (1,9 Mrd. Dollar).
Und was machen wir Europäer? [...]
Thema: Photovoltaik, regenerative energie | Kommentare (0) | Autor: fabian




