Montag, 18. Oktober 2010 20:28
Zur Diskussion um die Erhöhung der Strompreise
Der Aufschrei in Deutschland war groß. Der Preis für eine Kilowattstunde Strom soll ab 2011 um ca. 7,5% steigen. Grund ist das EEG (das Erneuerbare Energien Gesetz). Mit der sogenannten EEG-Umlage finanzieren die Verbraucher Investitionen und Subventionen in den Sektor der Erneuerbaren Energien, also Sonnen-, Wind-, Wasserkraft und Biogas. (Beispielsweise wird jeder Privatmann finanziell gefördert, der sich eine Photovoltaik-Anlage aufs Hausdach setzt und sein erzeugter Strom wird ihm garantiert abgekauft.) Und diese Abgabe soll nun von 2 auf 3,5 Cent pro KW-Stunde steigen. Für einen durchschnittlichen deutschen Haushalt betrügen die Mehrkosten so ca. 70 € im Jahr.
Ökostrom ist teuer, doch ist Strom von Kohle- oder Atomkraftwerken billiger? Das FÖS (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft) hat errechnet, dass die Atomwirtschaft seit 1950 204 Milliarden an staatlichen Subventionen kassiert hat und in den nächsten Jahren, auch ohne Laufzeitverlängerung, weitere 100 Milliarden erhalten wird. Darin enthalten sind Gelder für Forschung, Sanierung stillgelegter Werke, Entsorgung des Mülls und Vorteile in der Energiebesteuerung. Demnach wird eine Kilowattstunde Atomstrom im Vergleich zum Ökostrom mit 4,3 Cent subventioniert. [...]